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Beste Unterhaltung durch die Rache der Fledermaus

Wir melden uns zurück! Für das neue Jahr wünschen wir allen Besuchern unserer Webseite Gesundheit, akademischen und beruflichen Erfolg und die nötige Portion Glück dafür.  Als Start wählen wir eine Rezension zum aktuellen Programm des Freiberger Theaters.  Wir danken dazu Mareen Zöllner, die für uns und die Freunde des Theaters im Theater war und ihre Eindrücke festgehalten hat:

 

Pünktlich zum Jahreswechsel startet der Silvester-Klassiker „Die Fledermaus“ im Freiberger Stadttheater – nichts wie hin!

Zunächst ein kurzer Abriss zur Handlung: Die drei Hauptrollen spielen Herr Eisenstein und seine Frau, sowie das Hausmädchen Adele. Als ihr Gemahl wegen Beamtenbeleidigung für einige Tage ins Gefängnis muss, nutzt Rosalinde Eisenstein die Gunst der Stunde für ein Techtelmechtel mit ihrem Gesangslehrer Alfred. Als nun der Gefängnisdirektor kommt, um Herrn Eisenstein, der heimlich auf dem Weg zu einem Ball ist, zu verhaften, beginnt das Spiel der Verwechslungen mit einer Verhaftung des Gesangslehrers als vermeintlichen Herrn Eisenstein. Alfred nimmt´s mit Humor: „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist.“ und gönnt sich ordentlich Champagner.

Im zweiten Akt folgen weitere witzige Verkennungen auf besagtem berauschenden Feste, welches jeden Zuschauer auf eigene Art abholt und mitnimmt auf eine Reise in eine andere Zeit. Beim lüsternen Gelage fließen literweise Champagner und Wodka. Neben Herrn Eisenstein und dem Gefängniswärter, die sich in fürchterlich komischer wie unterhaltsamer Art und Weise der französischen Sprache versuchen, treffen hier auch das Hausmädchen Adele, die maskierte und somit unerkannte Rosalinde sowie der Gastgeber, Prinz Orlofsky, aufeinander. Mit ein bisschen Köpfchen und Konzentration, die beizubehalten bei dem Unterhaltungsfaktor wahrlich nicht schwerfällt, kann man dem von viel Ironie, Charme und Humor geprägten Stück genussvoll folgen.

Das Bühnenbild, welches bei jedem der drei Akte wechselt, gerät bei Auftritten der Rosalinde (Leonora Weiß-del Rio) oder Adele (Lisa Schnejdar) fast in den Hintergrund. Wie alle SängerInnen an diesem Abend spielen sie Ihre Rolle mit viel Witz und ausgesprochenem Können.

Im dritten Akt fliegen die von langer Hand geplanten Intrigen allesamt auf. Im Gefängnis kommen nach und nach die Hauptakteure zusammen, wobei der beschwipste Gefängniswärter Frosch (Peter Rauch) hier ganz besonders durch grandiose schauspielerische Leistung heraus sticht und das Publikum unter Leerung seiner Flachmänner etliche Male zum Lachen bringt.

Die sensible Begleitung des Stückes durch das Orchester, welches nur für Zuschauer auf dem Rang sichtbar, aber für alle hör- und spürbar ist, rundet die gelungene Operette ab.

Wer sich fragt, wer das ganze Chaos listreich inszeniert hat und woher der Titel des Stückes stammt, der sollte sich auf zur nächsten Aufführung der Fledermaus machen!

Kurze Zusammenfassung: Operette in 3 Akten. Komponist Johann Strauss. Libretto: Richard Genèe. Aus dem Jahre 1874. Musikalische Leitung: Raoul Grüneis. Regie: Ivan Alboresi. Hingehen lohnt sich!

Weitere Termine sind:

20.12.2018      19:30 Uhr
22.12.2018      19:30 Uhr
05.01.2019      19:30 Uhr
15.01.2019      19:30 Uhr
02.02.2019      19:30 Uhr
26.02.2019      14:30 Uhr
02.03.2019      19:30 Uhr
29.03.2019      19:30 Uhr
05.04.2019      19:30 Uhr
07.04.2019      19:00 Uhr

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