[:de]Stellungnahme Studentenzahlen[:en]Statement Student Numbers[:]

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Es erreichte uns eine Anfrage der Freien Presse nach einer Stellungnahme zu den sinkenden Studentenzahlen an der TU BAF.

Zunächst ist in den Zielvereinbarungen der TU BAF mit dem Freistaat Sachsen eine geringere Studentenzahl als in vorangegangenen Jahren (4600, Hochschulentwicklungsplan 2025) durchaus gewollt, u.a. um eine individuelle Betreuung zu gewährleisten.

Grundsätzliche Ursachen für die sinkenden Studentenzahlen sind die gesunkenen Geburtenraten in den Jahren nach der Wiedervereinigung Deutschlands, insbesondere auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, wodurch diese Altersgruppe, die tendenziell die meisten Studenten stellt, generell kleiner ist. Des Weiteren ist die Abschaffung der Studiengebühren in den Alten Bundesländern problematisch für die ehemaligen Ost-Hochschulen, die schon immer keine Studiengebühren erhoben. Eine weitere Ursache ist das Entfallen von Numeri Clausi in diversen Studiengängen an anderen Universitäten.

Außerdem ist ein Rückgang der Studentenzahlen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) in ganz Deutschland zu beobachten, was unsere Universität natürlich als Technische Universität mit breitem Spektrum in diesen Fachrichtungen ganz besonders trifft.

Was kann man nun tun?

Natürlich ist es empfehlenswert, die Qualität der angebotenen Lehre fortwährend zu verbessern und weiterzuentwickeln. Studierende wählen heute den Studienstandort vor allem nach Onlinerankings und Bewertungsportalen aus. Somit können nur die Unis langfristig stabile Studierendenzahlen verzeichnen, die zufriedene und gut ausgebildete Absolventinnen und Absolventen hervorbringen.

Selbstverständlich steht die Studierendenschaft der Bergakademie bei der Verwirklichung dieser Ziele zur Verfügung.

Auch schlagen wir eine bessere Werbung vor, derzeit werden u. a. an den Fakultäten diverse Werbungskonzepte, z. B. zu bestimmten Studiengängen, erarbeitet. Aber auch Projekte wie die Bio-Nanotech-Woche, eine Schnupperwoche für naturwissenschaftlich-technisch interessierte Schüler der Oberstufe, werden sehr gut besucht. Einige Absolventen dieser und anderer Schüleruniversitäten finden schon im nächsten Semester ihren Weg nach Freiberg.

[:en]

We received a request from the newspaper Freie Presse (Free Press) for a statement on the declining number of students at the TU BAF.

First of all, the target agreements between the TU BAF and the Free State of Saxony state a lower number of students than in previous years (4600, Higher Education Development Plan 2025) as intended, among other things, in order to guarantee individual supervision.

Furthermore, the abolition of tuition fees in the old states of Germany (Western Germany) is problematic for the former East German universities, which have always not levied tuition fees. A further cause is the absence of Numeri Clausi in various courses at other universities and a decline in the number of students in the MINT subjects (mathematics, computer science, natural sciences, technology) throughout Germany, which of course particularly affects our university as a technical university with a broad spectrum in these subjects.

What can we do now? Of course it is advisable to continuously improve and develop the quality of the teaching offered. Students today choose their study location primarily on the basis of online rankings and evaluation portals. Thus only the universities can register long-term stable student numbers, which produce content and well trained graduates.

Of course the student body of the Bergakademie is available with the realisation of these goals.

Also we suggest a better advertisement, at present among other things at the faculties various advertising concepts, e.g. to certain courses of studies, are compiled. But also projects such as the Bio-Nanotech-Week, a taster week for pupiles interested in science and technology, are very well attended. Some graduates of these and other pupil universities will already find their way to Freiberg in the next semester.

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