StuRa Freiberg

Deine Studentenvertretung

10. Dezember 2014

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Verfasst von admin

Glück Auf liebe neue und alte Kommilitonen,

wenn ihr in die Wühlmaus vom November geguckt habt, könnte euch dieser Artikel bekannt vorkommen. In diesem wollen wir euch die Gremien, in die wir als StuRa Studenten entsenden können, vorstellen. Im Vergleich zur Wühlmausversion habt ihr hier allerdings den Vorteil, dass die Infos ein Stück aktueller sind und ihr per Link auf die betreffenden Seiten kommt, um weitere Infos zu bekommen.

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Fangen wir mit dem Senat an, dem Gremium, dem der Rektor, Prof. Meyer (Fak. 4), persönlich vorsitzt. Der Senat ist zuständig für die Beschlussfassung über Ordnungen der Hochschule, die Wahl und Abwahl der Prorektoren und Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung in Angelegenheiten der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, der Lehre und Forschung, soweit diese nicht nur eine Fakultät betreffen. Er legt außerdem die von der Hochschule zu vergebenden Hochschulgrade, die Aufstellung von Grundsätzen für die Evaluation und Organisation der Lehre und des Lehr- und Studienbetriebes.

Der Senat besteht aus bis zu 21 stimmberechtigten Mitgliedern (Senatoren). Sie sind gewählte Vertreter jeder Mitgliedergruppe der Uni (Hochschullehrer, wissenschaftliche Mitarbeiter, Studenten, sonstige Mitarbeiter). Die Prorektoren, der Kanzler, die Dekane, der Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule und sogar der Rektor gehören dem Senat nur mit beratender Stimme an. Der Rektor entscheidet jedoch bei Stimmengleichheit.

Der Senat tagt monatlich am letzten Dienstag im Monat im Senatssaal der Universität in der Akademiestraße. Die drei studentischen Mitglieder wurden dieses Jahr am 03. und 04. Dezember gewählt und sind ab April für ein Jahr im Amt. Jede Stimme wird gleich gewertet, das bedeutet die Stimme eines Studenten zählt genauso viel wie die eines Professors. In studienrelevanten Dingen sogar ein wenig mehr.

„SächsHSFG §80 (4) Beschlüsse in Angelegenheiten der Studienorganisation bedürfen der Zustimmung der Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Studentenvertreter, andernfalls der Zustimmung von zwei Dritteln der stimmberechtigten Mitglieder.“

Neben den drei gewählten studentischen Vertretern kann der Studentenrat zusätzlich einen Studenten oder eine Studentin mit beratender Stimme entsenden, deren Aufgabe es dann ist, die Meinung des Studentenrates zu vertreten.

Die drei studentischen Mitglieder im Senat werden jedes Jahr im November von euch gewählt, alle drei Jahre auch die anderen Mitgliedergruppen von der restlichen Universität. Neben dem Senat werden auch die Fakultätsräte, der erweiterte Senat und die Gleichstellungsbeauftragten gewählt. Diese Wahlen werden vom Wahlausschuss der Universität organisiert und kontrolliert. In diesem sind neben einer Handvoll anderer Personen zwei Studenten. Alle fünf Jahre ist dieses Gremium auch für die Wahl des Rektors verantwortlich.

Neben dem Rektor gibt es drei Prorektoren, die Prorektorin für Bildung Frau Prof. Rogler (Fak. 6), Prorektor Forschung Prof. Merkel (Fak. 3) und Prorektor für Strukturentwicklung Prof. Meyer (Fak. 2).

Dem Prorektor Forschung arbeiten zwei Rektoratskommissionen zu. Die Rektoratskommission Wissenschaftsentwicklung und Bibliothekswesen (RKF) und die Rektoratskommission Gleichstellung (RKG). In diese beiden Gremien kann der StuRa jeweils ein Mitglied entsenden. Die RKG hat es sich auf die Fahne geschrieben den Frauenanteil an der Hochschule zu vergrößern und die Familienfreundlichkeit zu verbessern. Die RKG trifft sich je nach Notwendigkeit alle ein bis zwei Monate. Ihr gehören die Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten und der Universität sowie andere Vertreter der Uni und zentralen Einrichtungen an.

Die Rektoratskommission für Wissenschaftsentwicklung und Bibliothekswesen (RKF) befasst sich mit allen Belangen, die die Forschung direkt betreffen bzw. forschungsrelevant sind. Das schließt auch Bibliotheksbelange mit ein. Einige Themen die in letzter Zeit behandelt wurden bzw. weiter auf der Tagesordnung stehen sind die Speicherung und Aufbewahrung von Primärdaten für die Forschung, Geräteausstattung (Forschungsgroßgeräte), Vorbereitung der jährlichen Wissenschaftskonferenz der TU BAF „Freiberger Forschungsforum“ (Berg- und Hüttenmännischer Tag, BHT) und gute wissenschaftliche Praxis.

Weil das so viele Themenbereiche sind, gibt es weitere beratende Gremien, die dieser Rektoratskommission zuarbeiten. Ein studentisches Mitglied kann der StuRa zum Beispiel in den Beirat Rechentechnik entsenden, der sich ein- bis zweimal jährlich trifft und sich hauptsächlich um die Entwicklung der zentralen Dienste des Universitätsrechenzentrums (URZ) und der IT-Infrastruktur der Universität kümmert.

Dem Prorektorat Bildung untersteht die Rektoratskommission Bildung und wissenschaftlicher Nachwuchs. Auch diese trifft sich einmal im Monat und zwar jeweils am 1. Dienstag. Darin treffen sich zwei Mitglieder jeder Fakultät und ein von jedem Fachschaftsrat gewählter Student. Dieser ist parallel zur Legislatur der FSR für ein Jahr entsandt. In der RKB werden alle Themen angesprochen die Studenten betreffen, also Änderungen von Studienordnungen, Prüfungsorganisation, neue Studiengänge und vieles weitere. Die RKB spricht dem Rektorat und anderen Einrichtungen in erster Linie Empfehlungen aus.

Zu den zentralen Einrichtungen der Hochschule gehören unter anderem das Internationale Universitätszentrum „Alexander von Humboldt“ (IUZ). Auch dieses hat einen Beirat in den ein Student vom StuRa entsendet werden kann. Der Beirat trifft sich etwa viermal im Jahr und beschäftigt sich mit den Stipendien, die vergeben werden können, der Betreuung der ausländischen Studierenden die nach Freiberg kommen, der Freiberger Studierenden die ins Ausland gehen, und den anderen Angeboten des IUZ.

Zu dem Prorektorat Strukturentwicklung gehören unter anderem zwei Projekte. Es übernimmt die Verteilung der Deutschlandstipendien und das durch den Bund geförderte Projekt MESIOR. Deutschlandstipendien werden jedes Semester an besonders engagierte und leistungsstarke Studenten vergeben. In der Auswahlkommission für die Deutschlandstipendien sitzen die studentischen Vertreter des Senates. Sollte sich einer dieser auf ein Stipendium bewerben, entsendet der StuRa einen Ersatz in die Auswahlkommission.

MESIOR steht für „Maßnahmen für erfolgreiches Studieren an einer internationalen orientierten Ressourcenuniversität“. Ziel ist die allgemeine Verbesserung der Betreuung und Beratung der Studierenden und die Qualität der Lehrangebote. Um dieses Projekt zu unterstützen, kann der StuRa bis zu drei Studenten in den Beirat Qualitätssicherung entsenden. Der Beirat kommt einmal im Semester zusammen und tauscht sich über neue und laufende Programme zur Verbesserung des Studiums aus.

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Das Projekt MESIOR ist außerdem Teil des Projektes Lehrpraxis im Transfer (LiT) vom Hochschuldidaktischen Zentrum Sachsen (HDS). Vom LiT werden jedes Jahr bis zu fünf Projekte gefördert, die die Lehre an den fünf zum Verbundprojekt gehörenden Hochschulen in Sachsen verbessern sollen. Jeder StuRa dieser Hochschulen kann zwei Studenten in den studentischen Beirat des HDS entsenden. Deren Aufgabe ist es, die Anträge auf Förderung zu bewerten und das HDS unter anderem bei der Organisation des jährlich stattfindenden HDS.Forums zu unterstützen.

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Ebenso sachsenweit agierend ist die Konferenz der Sächsischen Studierendenschaften  (KSS). Wie der Name schon sagt, ist dieses Gremium dazu da, über die Arbeit der Studentenräte untereinander zu kommunizieren und studentische Belange, die mehr als eine Hochschule betreffen, zu vertreten. Jeder sächsische StuRa entsendet dafür Vertreter in den Landessprecherrat (LSR). Dieser plant und vertritt Entscheidungen zu den Aktionen der KSS. nach außen. Es gibt zwei gleichgestellte Sprecher und verschiedene Ausschüsse und Beauftragte.

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Ebenfalls ein über die Grenzen Freibergs wichtiger Akteur ist das Studentenwerk. Jeder Student hat auf die eine oder andere Art mit dem Studentenwerk zu tun. Entweder weil er im Wohnheim wohnt, in der Mensa essen geht oder BAföG bezieht. Diese und andere Leistungen des Studentenwerkes können von jedem Studenten in Anspruch genommen werden. Um zu erfahren, was die Bedürfnisse der Studierenden sind, hat es sich bewährt, diese in die Verantwortung zu ziehen. Deshalb können wir alle zwei Jahre zwei Studierende in den Verwaltungsrat des Studentenwerks Freiberg wählen. Das Studentenwerk Freiberg ist auch für die Hochschule Mittweida verantwortlich. Das Freiberger Studentenwerk ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und arbeitet mit anderen Studentenwerken im Dachverband Deutsches Studentenwerk (DSW) zusammen.

Neben diesen eher organisatorischen Ämtern gibt es genauso Plätze, bei denen man sein Hobby mit der Tätigkeit verbinden kann. So zum Beispiel als Sportreferent des Universitätssportzentrums (USP). Der StuRa ist dazu verpflichtet,unabhängig vom Angebot des USPs der Studierendenschaft körperliche Ertüchtigung zu ermöglichen. Allerdings schadet es auch nicht, das Angebot des USP beeinflussen zu können.

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Der als letztes vorgestellte Verein ist definitiv nicht der jüngste, eher im Gegenteil. Den Verein der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg (VFF) gibt es in der jetzigen Form seit 1990 und ist der Nachfolger der „Freunde der Bergakademie“, die die Universität von 1921 bis 1945 unterstützte. Ihre mehr als 1.200 Mitglieder setzten sich aus aktuellen und ehemaligen Studenten, Professoren, Mitarbeitern und Partnern der TU BAF zusammen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Lehre und Forschung der TU BAF zu fördern sowie den Kontakten mit in- und ausländischen Institutionen und Unternehmen, Studenten in bestimmten Angelegenheiten finanziell zu fördern, die Freiberger Studenten auch noch nach ihrem Abschluss zu betreuen und die Pflege der bergakademischen Traditionen hochzuhalten. Für die Studenten sitzt der Vorsitzende des Studentenrates im Vorstand der Freunde und Förderer.